Einsatz-Reporting 2024 7/24
30. Januar 2025
Einsatz-Reporting 2024 7/24
30. Januar 2025
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Einsatz-Reporting 2025 7/24

Im Jahr 2025 haben wir verschiedene Unternehmen und öffentliche Institutionen in 60 Krisenfällen begleitet. Im Vergleich zum Jahr 2024 mit 46 Kriseneinsätzen ist das eine Zunahme von 30%. Die Einsätze dauerten in der Regel einige Tage, der längste Einsatz am Stück dauerte neun Wochen. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die Einsatzarten.

Ergänzungen und Erläuterungen

Cyberangriffe, Datenklau

Die Anzahl der begleiteten Cyberangriffen hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Wir erleben neue Angriffsvektoren, die zu existenzbedrohenden Situationen in den Unternehmen führen. Backups werden fast immer gelöscht und die Lösegeldforderungen sind teils in Millionenhöhe. Im Gegensatz zum Vorjahr nehmen wir eine Verschärfung der Forderungen und Kontrollen des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten war.

Verleumdung, Reputationsschaden, Medienansturm

Viele Reputationsschäden, welche wir begleitet haben, sind durch Verleumdung entstanden und eskalierten teils in eine mediale Berichterstattung. Die Herausforderung ist oft, dass das Unternehmen aufgrund des Persönlichkeitsschutzes kaum Auskunft geben darf und somit mit dem Rücken zur Wand steht. Erschwerend kam in einigen dieser Fälle dazu, dass wir erst spät zur Unterstützung geholt wurden, was die Situation zusätzlich erschwerte.

Aussergewöhnlicher Todesfall, Suizid, Tötungsdelikt

Todesfälle, Suizide oder Tötungsdelikte stellen Unternehmen sowohl emotional als auch organisatorisch vor grosse Herausforderungen. Der Kreis der Betroffenen ist dabei oftmals grösser als vom Unternehmen angenommen. Unsere Unterstützung erfolgte nicht nur in Fällen, in denen Mitarbeitende direkt betroffen waren, sondern auch bei Ereignissen im familiären Umfeld oder im Zusammenhang mit ehemaligen Mitarbeitenden.
In sämtlichen Einsätzen erwiesen sich sorgfältig ausgewählte Trauerrituale und eine einfühlsame und transparente Kommunikation gegenüber unterschiedlichen Stakeholdern als zentral. Dabei galt es stets, die Wahrung des Persönlichkeitsschutzes der betroffenen Personen zu beachten.

Mutmasslicher Diebstahl, Drogenhandel

In drei Fällen erfolgte eine Unterstützung bei mutmasslichen Diebstahlsvorfällen. Dabei ging es um Medikamente, verkäufliche Abfallprodukte eines Unternehmens sowie um Gegenstände von Patientinnen und Patienten. Auch bei der Abklärung eines mutmasslichen Drogenhandels auf dem Betriebsgelände wurden wir beigezogen, wo wir zur Aufklärung beitragen konnten.
Den Unternehmen war es wichtig die Diebstahl-Vorfälle diskret und ohne Polizei zu lösen. Mit Hilfe von OSINT-Recherchen war es uns möglich die Unternehmen zielführend zu unterstützen. Im Fall des mutmasslichen Drogenhandels wurde die Polizei hinzugezogen und flankierende Massnahmen eingeleitet.

Schwierige Kündigung, Massenkündigung

Massenkündigungen innerhalb kurzer Zeit können zu erheblichem Wissens- und Reputationsverlust führen und Organisationen stark belasten. Ein rasches und koordiniertes Vorgehen ist notwendig, um Stabilität zu gewähren, Verunsicherung zu reduzieren und die Reputation zu schützen.
Wir haben Unternehmen auch in ganz ausserordentlichen Kündigungsverfahren begleitet. Da ist ein sorgfältiges und rechtssicheres Vorgehen elementar. Eine zusätzliche Herausforderung besteht häufig darin, dass Unternehmen aufgrund des Persönlichkeitsschutzes nur eingeschränkt Auskunft geben dürfen und dadurch kommunikativ unter Druck geraten.

Gewalt, sexueller Übergriff

In einem Fall kam es zu einem Gewaltvorfall, bei dem die Gewalt von einem Patienten gegenüber dem Pflegepersonal ausging. In einem weiteren Einsatz unterstützten wir bei der Bewältigung eines massiven sexuellen Übergriffs, durch eine Mitarbeiterin gegenüber einer Patientin.
Der Fokus in beiden Situationen lag einerseits auf einer umsichtigen und sorgfältig abgestimmten Kommunikation an die entsprechenden Stakeholder und im Fall des Übergriffs zusätzlich in der Beratung bei der Umsetzung der fristlosen Kündigung. In beiden Fällen wurden zudem flankierende Massnahmen eingeleitet.

Aufsichtsklage

Unzufriedene Bürgerinnen und Bürger beschäftigten eine Behörde mittels eingereichter Aufsichtsklage. Auch dieser Fall wurde Teil einer medialen Berichterstattung und stellte aufgrund des Persönlichkeitsschutzes eine Herausforderung dar. Unsere Beratung fokussierte auf eine lösungsorientierte Vorgehensweise mit den Beteiligten, wodurch der Reputationsschaden massiv eingeschränkt werden konnte.

Erkenntnisse

Je früher wir zur Unterstützung einer Krisensituation (oder sich androhenden Krisensituation) hinzugezogen wurden, desto effizienter und erfolgreicher konnten wir unterstützen. Ein Reputations- oder finanzieller Schaden kann durch ein rasches und wirksames Krisenmanagement markant minimiert werden.

Wir sind für Sie da. Rund um die Uhr. Mit Sicherheit.